Suchtprävention

Suchtprävention

Sucht ist zunächst ein eher abschreckendes Wort vor allem, wenn man an Schule denkt.

Aber genau hier setzen wir an: Unsere Schülerinnen und Schüler sind häufig mit verschiedenen Genussmitteln (wie z. B. Alkohol und Zigaretten) und beispielsweise dem Internet konfrontiert. Deshalb ist es wichtig, dass wir als Bildungseinrichtung diese potenziellen Suchtmittel in den Blick nehmen und mit den Schülerinnen und Schülern zum Thema machen. Damit wir sie zum einen zu "Wissenden" machen und zum anderen darin bestärken verantwortungsvoll mit diesen Gütern umzugehen.

 Die Suchtprävention umfasst deshalb vor allem 2 Bereiche:

  • Projekt in der Jahrgangsstufe 8 mit präventivem Charakter
  • Beratung in Suchtfragen 

Ansprechpartnerinnen für diesen Bereich sind Frau Kathrin Turnwald und Frau Verena Ziebolz. Beide Kolleginnen haben an einer umfangreichen Qualifizierungsmaßnahme der Drogenhilfe Köln unter dem Motto "Qualifizierung Suchtvorbeugung" mit Erfolg teilgenommen.

Beratung in Suchtfragen

(z.B. substanzbezogene Suchtmittel, aber auch Essstörungen, sowie Umgang mit Computer, Internet und sozialen Netzwerken)

Beide Kolleginnen der Suchtprävention sind teil des Beratungslehrerteams und bieten Einzelgespräche für Schüler(innen), Eltern und Lehrer(innen) an.

Dabei geht es vor allem darum Lösungmöglichkeiten für akute Probleme im Bereich Sucht auszuloten. Außerschulische Partner ergänzen hierbei unsere Arbeit und unterstützen uns.

Die Beratungsgespräche sind streng vertraulich. 

Besuch bei der Drogenhilfe - 8d

Am 13.02.2020 machte die Klasse R8D einen Klassenausflug zu einer Suchtprävention. Als wir ankamen, erklärten uns die beiden Frauen, die uns den Tag über begleiteten, die Regeln und was wir die nächsten Stunden machen würden. Zuerst sprachen wir in der großen Runde über die verschiedenen Phasen, wie wir in eine Sucht abrutschen können. Dafür sahen wir uns einen Kurzfilm über einen Kiwi an, der ja bekanntlich nicht fliegen kann und deshalb eine Substanz zu sich nimmt, um seine große Sehnsucht, fliegen zu können, zu stillen. Dann wurden wir in zwei Hälften aufgeteilt. Ich war in der Hälfte, die zuerst den Raum verließ, um in einen anderen Raum zu gehen.

Die erste Aufgabe war, dass zwei Schüler in einen dunklen Raum gingen; ausgerüstet mit einer Taschenlampe und einer Anglerweste mit leichten Gewichten drin. In dem dunklen Raum waren überall an der Wand verschiedene Wörter angeschrieben, wie z.B. Belastung, Familie, Freunde usw. Die zwei Jungs sollten alle Wörter rausrufen, die Leuten helfen können, aus der Sucht rauszukommen bzw. positive Aspekte sind, wie Hobby, Freunde usw. Die Schüler, die außerhalb des Raumes waren, sollten diese aufschreiben. Danach konnten eben diese Jungs den Raum begehen und selbst überprüfen, wie es sich in einem solch dunklen Raum anfühlt.

Die nächste Aufgabe war, dass wir Zettel mit entsprechenden Stichworten, wie z.B. Koma, Gehirnzellen sterben ab oder ähnliches weiteren Überschriften, wie etwa „nach längerem Trinken“ (zum Beispiel nach 1 Jahr konstantem Trinken) oder „Während man Alkohol trinkt“ bzw. „betrunken sein“ zuordnen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche konkreten Folgen Alkohol in unserem  Körper verursacht.

Die sich daran anschließende Aufgabe war meiner Meinung nach die beste. Wir bekamen nämlich Rauschbrillen mit einen Wert von 1,3 Promille und mussten einen Parcours abschließen. Dabei sollten wir z.B. ein Fahrradschloss aufschließen oder um Hütchen herumlaufen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Dann haben wir die Gruppen getauscht und wir beschäftigten uns nun mit der Wirkung von verschiedenen Drogen, z.B. dass Nikotin ein Upper ist oder dass LSD eine halogene Droge ist. Dieser Teil war meiner Meinung nach recht überflüssig. Dann haben wir Handy Apps und Spiele, die wir am meisten benutzen, an ein riesiges Smartphone an der Wand geklebt. Hauptsächlich genannt wurden Apps und Spiele wie Youtube, Google, Whatsapp, Instagramm und Netflix. So konnten wir recht anschaulich sehen, wie viel Zeit wir für welche Medien nutzen.

Am Ende der Veranstaltung konnten wir eine VR Brille austesten. Wir testeten eine Simulation, in der wir aus einem Hochhaus gefallen sind, so dass wir ausprobieren konnten, wie sich ein Adrenalin-Kick anfühlt. Es hat sich nicht ganz so echt angefühlt, weil die Füße den Boden berührt haben, aber es war trotzdem ganz cool. Schließlich haben wir einen kurzen Film bzw. ein kurzes Video gekuckt über einen Mann, der eine Adrenalinsucht hatte und diese mit Extremsport auslöste.

Das Fazit ist, dass Drogen schlecht sind.

(Leon Gatana R8d)