Reisebericht 2019

Nach einem langen Flug von Düsseldorf über Istanbul nach Tel Aviv gab es ein emotionales Wiedersehen mit den palästinensischeny  Austauschschülerinnen vor den Toren der Altstadt Jerusalems. Nach einer kurzen Nacht in unseren Gastfamilien trafen wir uns am nächsten Morgen in der Schmidtschule. Dort arbeiteten wir an  unserem Zirkusprojekt und an der kommenden Aufführung im Rahmen des Schulfestes am Tag der Deutschen Einheit. Den Nachmittag konnten wir dann mit unseren Gastfamilien frei gestalten. Dabei lernten wir den Alltag mit den palästinensischen Gewohnheiten kennen und unternahmen zahlreiche Besichtigungstouren, beispielsweise eine Jerusalemtour.
Dienstags trafen wir uns wieder um 7:30 Uhr in der Schule. Es sollte für die deutschen Schülerinnen in die Altstadt von Jerusalem gehen. Wir besichtigten den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee. Über die Via dolorosa kamen wir auf den Ölberg und feierten in der Dominus-Flevit-Kapelle eine Messe. Von dort hatten wir einen wundervollen Ausblick auf die Altstadt Jerusalems. Den Nachmittag konnten wir wieder mit unseren Gastfamilien verbringen. Einige waren mit ihren Austauschschülerinnen bowlen und im scary house, einem Geisterhaus.
(Saskia und Leonie, R10b)
 
Wie gewohnt waren wir am Mittwoch um 7:30 Uhr in der Schule. Es sollte nach Ramallah zur Zirkusschule gehen. Dort probierten wir unter Anleitung von palästinensischen Artisten in einem echten Zirkuszelt verschiedene Zirkusnummern aus. Nach dieser sehr sportlichen Aktivität ging es weiter zum Chillen ans Tote Meer, wo wir viele lustige Momente erleben durften. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch an der Taufstelle Jesu am Jordan vorbei, dem Ort, den wir aus der Bibel so gut kennen!
Am Donnerstag begann der Tag sehr früh, denn wir trafen uns um 5:30 Uhr an der Schule, um gemeinsam in der Grabeskirche auf dem Fels Golgatha eine Messe zu feiern. Unsere Austauschschülerinnen erwarteten uns dann nach der Messe mit einem großen Frühstück in der Schmidt-Schule. Nach dieser Stärkung feierten wir den Tag der Deutschen Einheit mit der Schule, indem wir unsere Show vorführten und Projekte aus anderen Klassen auf dem Schulhof besichtigten. Den Nachmittag konnten wir dann mit unserer Gastfamilie frei gestalten. Und zum Glück durften wir am nächsten Tag, dem Freitag, der für die Muslime der Sonntag ist, endlich mal wieder ausschlafen. Wir verbrachten den Tag in den Gastfamilien, manche sind z.B. nach Tel Aviv ins Schwimmbad oder ans Meer gefahren. Die Tage in den Familien sind besonders toll, da man einen genaueren Einblick in die Kultur bekommt. 
Der Samstag war unser Ausflugstag nach Bethlehem. Er begann  mit einem herzergreifenden Besuch in der School of Joy, eine Schule für langsame Lerner, die von unserer Schule ja auch regelmäßig mit Spenden unterstützt wird. Danach besichtigten wir die Mauer, die die palästinensischen Gebiete von Israel trennt. An dieser beeindruckenden Mauer liegt auch das bekannte Caritas Baby Hospital, durch das wir kurz geführt wurden. In Bethlehems Altstadt besuchten wir zu guter Letzt die Geburtsgrotte Jesu in der Geburtskirche. Zum Abschluss dieses langen und eindrucksvollen Tages gab es Falafel bei Afteem.
Sonntag war dann wieder ein entspannter Familientag, an dem wir allerdings auch unsere Koffer packen mussten für unsere Weiterfahrt zum See Genezareth, der zweiten Station unserer Reise.
(Emily und Julia, R10b)
 
 
Am Montag, den 07.10, haben wir uns schweren Herzens von unseren Austauschschülerinnen verabschiedet. Anschließend sind wir in Richtung Tabgha aufgebrochen, wo wir die nächsten drei Tage verbracht haben. Auf dem Weg dorthin haben wir die Verkündungskirche in Nazareth besichtigt und waren danach noch lecker Falafel essen. Als wir nach einer langen Busfahrt entlang der Jordanischen Grenze in Tabgha im Haus Beit Noah angekommen sind, haben wir uns in unseren Zelten eingerichtet. Zur Abkühlung sind wir dann an den See Genezareth gegangen und waren dort schwimmen. Die von Herrn Peters gestellte Aufgabe, ohne fremde Hilfe übers Wasser zu gehen, konnte leider nicht erfüllt werden. Schade, sonst hätte es ein Eis zur Belohnung gegeben. Zum Tagesabschluss wurde lecker gegrillt und die Gruppe, die für das Abendessen zuständig war, hat einen bunten Salat, Gemüse und Obstsalat für alle zubereitet.
 
Am nächsten Tag haben wir vormittags „ora et labora“ praktiziert, da wir hier in Tabgha bei den Benediktinern leben. Wir haben bei der Olivenernte geholfen, was einerseits Spaß gemacht hat, aber wegen der Hitze, 38 C, auch sehr anstrengend war. Um den Halbtag abzurunden, haben wir am Mittagsgebet teilgenommen. Danach hatten wir Freizeit und die Möglichkeit, wieder an den See zu gehen oder in unserem Naturpool zu schwimmen. Abends verwöhnte uns die Kochgruppe mit Pasta, zu der wir zwischen einer leckeren Tomatensoße und einer pikanten Ratatouille wählen konnten. Zum Nachtisch gab es einen köstlichen Obstsalat.
 
Am letzten Tag unserer faszinierenden Reise haben wir wieder alle zusammen gefrühstückt und uns anschließend die Brotvermehrungskirche angesehen. Ein Großteil der Gruppe machte sich dann auf den Weg zum Berg der Seligpreisung. Wegen des jüdischen Feiertages Jom Kippur, an dem das gesamte öffentliche Leben stillsteht, konnten wir die dortige Kapelle leider nicht betreten, jedoch war der Blick von oben auch schon lohnenswert. Am Nachmittag ging es zum letzten Mal zur Erfrischung an das „Galiläische Meer“, wie der See auch genannt wird. Danach feierten wir eine Heilige Messe am Seeufer, welche von unserer ganzen Gruppe selbst gestaltet wurde. Unsere letzte Mahlzeit war ein gemeinsames Abendessen im Pilgerhaus.
 
Da wir am Donnerstagmorgen schon sehr früh, nämlich um 5:30 Uhr, Richtung Flughafen losgefahren sind, war die letzte Nacht sehr kurz. Müde und erschöpft, aber mit neuen Eindrücken und vielen Erlebnissen im Herzen, schlossen wir unsere Familien am Flughafen Düsseldorf in den Arm. Die darauffolgenden Tage werden wir dazu nutzen, das Erlebte nachklingen zu lassen.
(Leonie und Janine, EF)

Austauschprojekt „Salam-Zukunft-Schalom 2019

Auch in diesem Jahr fand das Austauschprojekt „Salam-Zukunft-Schalom“ mit unserer Partnerschule, der Schmidtschule Jerusalem, statt.

 

5.12. – 16.2.

Nachdem die Lehrer die Schülerinnen in Bewerbungsgesprächen besser kennengelernt hatten, entstand eine Gruppe aus 21 Schülerinnen der Realschule und des Gymnasiums. Die darauffolgende Vorbereitung startete mit mehreren Treffen in der Schule. Auch ein Wochenende in Altenberg diente zur intensiven Auseinandersetzung mit der politischen Lage sowie dem kulturellen Leben in Palästina, unter anderem durch die Lektüre „Jefra heißt Palästina“ und dem Film „Lemon Tree“.

 

23.3.- 1.4.2019 Kölnaustausch

Am Samstag, dem 23.03.2019, stand eine Gruppe von 21 Schülerinnen der Ursulinenschule am Flughafen. Nach gefühlten Stunden kamen die Austauschschülerinnen aus Palästina und es brach große Freude aus. Den Sonntag hatten sie Zeit in den Gastfamilien. Unter anderem trafen wir uns in Gruppen, um Köln zu erkunden. Montags frühstückten wir gemeinsam, nachmittags machten wir eine Stadtrallye. Das Zirkusprojekt, welches dienstags begann, endete freitags. Mittwochs bestiegen wir den Dom. Am Donnerstag bereiteten wir das Zirkusprojekt weiter vor und gingen nachmittags als gesamte Gruppe Schlittschuhlaufen. Die Zirkusaufführung für die Eltern fand Freitagabend statt. Der Besuch im Zirkus Roncalli, welchen wir Samstagabend besuchten, war ein tolles Erlebnis. Am Sonntag gingen viele gemeinsam picknicken. Der letzte Tag fiel uns allen sehr schwer. Wir frühstückten noch ein letztes Mal gemeinsam und verabschiedeten uns. Der Abschied war traurig und schmerzhaft. Wir freuen uns sehr auf das nächste Wiedersehen.

 

09.04 Reflexionstreffen

Ungefähr eine Woche nach dem traurigen Abschied von unseren Austauschschülerinnen, reflektierten wir bei einem gemeinsamen Treffen unsere Erfahrungen während des Köln-Aufenthalts der Palästinenserinnen. Wir besprachen das Zirkusprojekt und die kulturellen Unterschiede, die wir festgestellt hatten. Uns fiel auf, dass sie sich sehr viel Zeit beim Essen, Gehen und Fertigmachen nahmen. Zudem waren sie sehr offen und interessiert.

 

14.05.

Am 14.05 fand unser 4.Treffen statt, bei dem wir uns mit dem Islam und den wichtigen Glaubensinhalten der ,,5 Säulen“ (Glaubensbekenntnis, Fasten, Beten, Spenden und die Pilgerfahrt nach Mekka) beschäftigten, um uns auf den Aufenthalt in Jerusalem vorzubereiten.

 

13.06.

Am 13.06 trafen wir uns erneut, um Texte und Bilder in Form einer Schreibwerkstatt für die Website zu erstellen und auszuwählen. Dabei war viel Teamarbeit gefragt.

 

Licht von Bethlehem 2017

Auf den Weg haben sich am 3. Advent die neuen Schülerinnen des Austauschprojektes "Salam-Zukunft-Schalom" gemacht, um zusammen mit einigen anderen Familien aus der Ursulinenschule an der Aussendungsfeier des Friedenslichts von Bethlehem im Kölner Dom teilzunehmen. Sie alle wurden entsandt, um kleine Boten des Friedens zu werden, sich auf den Weg des Friedens bewusst ganz neu zu machen, sei es im persönlichen Alltag oder im Rahmen des Austauschprojektes mit der Schmidt-Schule in Jerusalem. Am Dreikönigsschrein haben sie das Licht in Empfang genommen, das Kölner Pfadfinder mit dem Zug aus Wien geholt hatten; zuvor war das Licht in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet worden und in einem Spezialgefäß nach Wien geflogen worden. 
Schon gestern wurde das Licht zur Minoritenkirche getragen, wo Ursulinenschülerinnen zusammen mit Schülerinnen aus Jerusalem das Weihnachtsoratorium gesungen haben, anschließend in die Schulkirche. Von dort geht es spätestens am Freitag weiter in die Familien unserer Schülerinnen und Schüler, ins Marienkrankenhaus, in Hospize .... Ein eindrucksvolles Zeichen und ein kleiner Beitrag auf dem  Weg hin zum Frieden, auch wenn dieser immer wieder, wie im Dom aufgebaut, mit sichtbaren oder unsichtbaren Hindernissen erschwert wird. Mache Dich auf und werde Licht!
 
Angelika Ockel

Austausch Shalom Zukunft Salam 2017

Austausch Shalom Zukunft Salam

 

Am 09 Oktober 2017 war es endlich so weit , wir würden nach Palästina fliegen . Mit müden Gesichtern, großer Aufregung und tiefen Augenringen trafen wir uns um 3:15 am Morgen im Düsseldorfer Flughafen um endlich in das gelobte Land zu fliegen. Nach einem langen Flug gab es dann das große Wiedersehen mit unseren Austauschschülerinnen , mit denen wir zu den Gastfamilien gefahren sind, wo wir reichlich mit Essen und Freundlichkeit überschüttet worden sind .

Am nächsten Morgen trafen wir uns alle in der Schmidtschule, um mehr über diese zu erfahren , danach haben wir eine Rallye gemacht, in der es unter anderem eine Aufgabe war, über die Mauer der Altstadt zu laufen vom Damaskus Tor bis zum Jaffa Tor . Was uns allen geschmeckt hat , waren die köstlichen Falafel - Sandwiches und die Knifer . Die Altstadt mit ihren kleinen  Straßen , den vielen Geschäften und Händlern , und dem Duft vieler verschiedener Gewürze lässt es einen wohl fühlen . Am Nachmittag haben wir alle etwas individuelles mit unserer Austauschschülerin gemacht , manche waren shoppen , andere haben sich Ohrlöcher stechen lassen und wieder andere haben einfach die Zeit genossen.

Am Dienstag sind wir zum Ölberg gefahren , haben die Himmelfahrtskirche , die Dominus -Flevit - Kirche mit dem unglaublichen Ausblick über die Stadt , die Pater-noster Kirche und den Getsemani mit der Kirche der Nationen besichtigt und bestaunt . In der St Anna - Kirche haben wir gesungen und anderen zugehört, die gesungen haben, was wirklich berührend war; es hat mir nochmal verdeutlicht, dass das Christentum nicht nur eine Religion ist, sondern auch eine Gemeinschaft . Die Via Dolorosa sind wir entlang gelaufen und dann zur Klagemauer und dem Tempelberg gelangt.  Jeder, der möchte, durfte seine Bitten und Sorgen aufschreiben und diese dann später in die Klagemauer stecken.

R.N. 

 

In den nächsten 4 Tagen hatten wir 2 Familientage; also verliefen diese Tage bei jedem unterschiedlich. Manche haben sich mit anderen Austauschpartnern getroffen, z. B. zum Shoppen, andere haben den Felsendom besichtigt, den wir mit der Gruppe nicht besuchen konnten, und wieder andere sind mit Ihre Gastfamilie in eine andere Stadt gefahren.

An den anderen beiden Tagen waren wir wieder mit allen vom Austausch unterwegs. Am Donnerstag haben wir uns schon um 6 Uhr getroffen, da wir die besondere Möglichkeit bekommen haben, um halb sieben eine Messe im heiligen Grab feiern zu können. Danach sind wir mit dem Palästinenserinnen  zusammen zum En Gedi Nationalpark mit Wasserfällen, Bergen und Flüssen gefahren, wo wir eine Oase in der Wüste erleben konnten. Danach waren wir im Toten Meer schwimmen, haben uns entspannt und auch mit dem pflegenden Schlamm eingeschmiert. Auf dem Rückweg haben wir dann noch Halt gemacht an der Taufstelle Jesu im Jordan und haben dort auch Wasser mitgenommen.

Am Samstag sind wir dann alle nach Bethlehem zur School of joy gefahren; alle waren sehr von den Tätigkeiten der Schule beeindruckt. Danach haben wir die Geburtskirche besichtigt und haben die Altstadt und die Mauer mit einer Touristenführerin besucht. Als wir wieder zurück zur Schule gefahren sind, haben wir noch alles für das Abschlussfest vorbereitet, welches wir am Abend veranstaltet haben. Zuvor hat die deutsche Gruppe noch einen Abschlussgottesdienst gefeiert.

L.S.